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Ratgeber

Kfz-Mechatroniker, Fahrzeuglackierer, Automobilkaufmann: drei Berufe im Autohaus

Werkstatt, Lackiererei und Verkauf im Vergleich, mit Schwerpunkten und Ausbildungsdauer.

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Kfz-Mechatroniker: Diagnose und Reparatur

Kfz-Mechatroniker warten Fahrzeuge, lesen Fehlerspeicher aus, suchen die Ursache von Störungen und reparieren Motor, Fahrwerk, Bremsen und Elektronik. Ein großer Teil der Arbeit findet am Diagnosegerät statt, denn moderne Fahrzeuge haben viele vernetzte Steuergeräte. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und hat fünf Schwerpunkte: Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik, System- und Hochvolttechnik sowie Karosserietechnik.

Der Schwerpunkt entscheidet, wo du später vor allem arbeitest. In der Nutzfahrzeugtechnik reparierst du Lkw, Busse und Transporter, in der System- und Hochvolttechnik liegt der Fokus auf Elektronik, Vernetzung und Elektroantrieben. Karosserietechniker richten Unfallschäden und tauschen Karosserieteile. Der Schwerpunkt Motorradtechnik ist dagegen eine kleine Spezialisierung, die vor allem in Motorradhäusern und Fachwerkstätten gefragt ist. Auf dieser Seite findest du Stellen für alle Schwerpunkte, am häufigsten für die Pkw-Werkstatt und für Nutzfahrzeugbetriebe. Viele Anzeigen nennen auch Bezeichnungen wie Kfz-Monteur, Kfz-Mechaniker oder Diagnosetechniker. Gemeint ist meist eine abgeschlossene Ausbildung in einem der Kfz-Berufe, bei Diagnosetechnikern zusätzlich Erfahrung und Schulungen in der Fehlersuche.

Fahrzeuglackierer: Oberfläche und Farbe

Fahrzeuglackierer bereiten Oberflächen vor, spachteln und schleifen, mischen Farbtöne nach Herstellerangaben und lackieren in der Lackierkabine. Sie arbeiten an Unfallfahrzeugen, an Nutzfahrzeugen und bei Sonderlackierungen. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Viele Lackierer arbeiten in eigenständigen Lackierbetrieben, andere in der Lackiererei eines großen Autohauses. Gutes Farbsehen, ruhige Hände und Geduld bei der Vorbereitung sind hier wichtiger als Tempo, denn Fehler in der Grundierung zeigen sich später in der Oberfläche.

Automobilkaufmann: Verkauf, Service und Teile

Automobilkaufleute beraten Kunden beim Kauf von Neu- und Gebrauchtwagen, nehmen Werkstattaufträge an, verkaufen Teile und Zubehör und kümmern sich um Finanzierung, Zulassung und Abrechnung. Auch diese Ausbildung dauert drei Jahre. Im Service arbeiten sie eng mit der Werkstatt zusammen, zum Beispiel als Serviceassistenz oder später als Serviceberater.

MerkmalKfz-MechatronikerFahrzeuglackiererAutomobilkaufmann
Ausbildung3,5 Jahre, fünf Schwerpunkte3 Jahre3 Jahre
ArbeitsplatzWerkstatt, DiagnoseVorbereitung, LackierkabineVerkauf, Serviceannahme, Büro
Typische ArbeitgeberAutohäuser, freie Werkstätten, NutzfahrzeugbetriebeLackierbetriebe, Karosseriebetriebe, AutohäuserAutohäuser, Händlergruppen, Teilehandel

Markenbetrieb oder freie Werkstatt

In einem Vertragsautohaus arbeitest du vor allem an einer oder wenigen Marken, mit Herstellerschulungen und markeneigenen Diagnosesystemen. In freien Werkstätten reparierst du viele Marken und Modelle und brauchst breites Wissen. Beide Wege sind ein guter Start. Werkstattketten und Schnellservice-Betriebe konzentrieren sich auf wiederkehrende Arbeiten wie Inspektion, Bremsen, Reifen und Auspuff. Frag im Gespräch, an welchen Fahrzeugen du hauptsächlich arbeitest und welche Schulungen der Betrieb anbietet, denn davon hängt ab, wie schnell du dich spezialisieren kannst.

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