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Ratgeber

Einstieg ins Kfz-Gewerbe: Ausbildung, Hochvolt, Bewerbung

Wie du in Werkstatt oder Autohaus anfängst und welche Nachweise zählen.

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Die Ausbildung wählen

Wenn dich Technik und Fehlersuche reizen, ist die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker der klassische Einstieg. Überlege dir vorher, welcher Schwerpunkt passt, denn er prägt einen großen Teil deiner Ausbildung. Wer lieber gestaltet und sorgfältig mit Oberflächen arbeitet, ist als Fahrzeuglackierer richtig. Ein Praktikum in beiden Bereichen hilft dir bei der Entscheidung, viele Betriebe bieten dafür Schülerpraktika in den Ferien an. Wer Kundenkontakt und Zahlen mag, wählt die kaufmännische Ausbildung im Autohaus. Auf dieser Seite findest du Ausbildungsplätze in allen drei Berufen.

Hochvolt-Qualifikation

Für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen brauchst du eine passende Qualifizierung. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung beschreibt dafür in ihrer Information 209-093 mehrere Stufen. Für Serienfahrzeuge reichen sie von der sensibilisierten Person über die fachkundig unterwiesene Person und die Fachkundige Person Hochvolt bis zum Arbeiten unter Spannung. Welche Stufe du brauchst, hängt von deinen Aufgaben ab. Im Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik ist dieses Thema bereits Teil der Ausbildung.

Führe erworbene Hochvolt-Qualifikationen mit Stufe und Datum in deiner Bewerbung auf. Werkstätten, die viele Elektrofahrzeuge betreuen, achten darauf besonders.

Quereinstieg und Weiterbildung

Ohne Ausbildung ist der Einstieg über Tätigkeiten wie Reifenservice, Fahrzeugaufbereitung oder Teilelager möglich. Wer dort Erfahrung sammelt, kann später eine Ausbildung beginnen. Auch ein Umstieg aus verwandten Berufen wie Land- und Baumaschinenmechatroniker oder Zweiradmechatroniker ist häufig möglich, weil sich Diagnose und Technik ähneln. Manche Betriebe verkürzen die Einarbeitung, wenn du schon mit Fahrzeugtechnik gearbeitet hast. Nach der Gesellenprüfung führen Herstellerschulungen, Spezialisierungen wie Diagnose oder Hochvolt und die Meisterschule weiter. Viele Autohäuser finanzieren Schulungen, wenn sie für deine Aufgaben gebraucht werden. Wer sich für den kaufmännischen Weg interessiert, kann nach einigen Jahren in der Werkstatt als Serviceberater in die Kundenannahme wechseln. Technisches Wissen ist dort ein großer Vorteil, weil du Kunden erklärst, was an ihrem Fahrzeug gemacht werden muss und warum.

Tipps für deine Bewerbung

  • Nenne Marken und Fahrzeugtypen, an denen du gearbeitet hast.
  • Beschreibe, mit welchen Diagnosesystemen du vertraut bist.
  • Füge Nachweise über Hochvolt-Qualifikationen, Klimaanlagen-Sachkunde oder Herstellerschulungen bei.
  • Gib deinen Führerschein an, denn Probefahrten und Überführungen gehören oft zum Alltag.

Für Ausbildungsplätze zählt neben den Noten vor allem echtes Interesse. Ein Praktikum in einer Werkstatt oder Erfahrung mit dem eigenen Moped oder Auto kannst du im Anschreiben konkret beschreiben. Ausbildungsplätze werden oft lange vor dem Ausbildungsstart vergeben, bewirb dich deshalb früh.

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